Anfahrtsweg

Anfahrtsweg:

Von der L 502 nach Dansenberg abfahren, im Ort an der Sparkasse nach rechts in den Schlehweg abbiegen und dann gleich in die erste Straße links (Wasserlochstücke) fahren. Die Grundschule hat die Hausnummer 7a und befindet sich auf der linken Straßenseite.

     

Mehr über Dansenberg findest du hier:

 

Die Geschichte von Dansenberg: Von der Steinzeit bis heute

 

1. Frühgeschichtliche Siedlungsentwicklung

Schon etwa 32700 v. Chr. suchte eine kleine Gruppe von Steinzeitmenschen den Berg auf, den man heute Dansenberg nennt. Es handelte sich vermutlich um Jäger, die eine Rentierherde verfolgten. Sie errichteten sich aus herumliegenden Ästen ein Zelt und behängten es mit Fellen, die sie am Boden mit Steinen beschwerten. Im Zelt gab es ein Feuer als Wärmequelle. Dazu wurden mittelgroße Steine kreisförmig angeordnet. Wahrscheinlich haben die Jäger dieses Zelt schon nach sehr kurzer Zeit wieder abgebaut und sind weitergezogen. "Der Lagerplatz lag nun verlassen und der Wind verwehte die Holzkohle der Feuerstelle. Aber mit dem Wind kam auch der Lehmstaub aus dem Osten und allmählich wurde der altsteinzeitliche Lagerplatz begraben. Schließlich war der Platz mit einer über zwei Meter dicken Lehmschicht bedeckt und wurde so für die Nachwelt festgehalten." (OGV, 1997)

Als in den 70er-Jahren in den heutigen „Wasserlochstücke“ ein Kanal ausgehoben wurde, fand man Holzkohle und auch einige der Sandsteine, mit denen man die Felle des Zeltes befestigt hatte. "Der Fund ist für unseren Raum und die weitere Umgebung eine überaus seltene Entdeckung und dessen Auffindung ein großer Glücksfall." (OGV, 1997)

Viele Jahrtausende später, etwa 5000 v. Chr., kamen wieder Menschen auf den Dansenberg. Sie waren jedoch nicht mehr nur Jäger und Sammler, sondern Bauern, die sich Häuser bauten, Tiere hielten und Vorräte anlegten. Der einzige Beweis für die Anwesenheit der Bauern sind vier Steinbeile, die aus dieser Zeit stammen.  Sie sehen so oder so ähnlich aus wie in Abbildung 1. Drei der Beile wurden bereits 1915 gefunden, das vierte fand man, als für den Bau des Hauses Eckstraße 7 die Erde ausgehoben wurde. Alle vier Steinbeile werden im Historischen Museum in Speyer aufbewahrt.


Im Jahre 1962 fand man in der „Fahrlücke“ ein Griffdornmesser aus der Zeit um 750 v. Chr. (so ähnlich wie in Abbildung 2). Früher legte man solche Messer zusammen mit Gefäßen, Schmuck und anderen Gebrauchsgegenständen in Gräber als Grabbeigabe. Das gefundene Messer ist aus Bronze und oben auf der Klinge reich verziert. Es war ursprünglich etwa 10 cm lang, doch die Hälfte der Schneide fehlt leider. Dieses Fundstück wird ebenfalls im Historischen Museum der Pfalz in Speyer aufbewahrt.

Auch aus der römischen Kaiserzeit, um das Jahr 0 vor Chr., stammen Beweise dafür, dass es Menschen auf dem Dansenberg gegeben hat: Im Jahr 1962 wurden fünf römische Münzen und ein besonderer Stein von etwa 1,5 m Höhe gefunden. Einen solchen Stein nennt man Monolith.

 

2. Dooseberg, Ludwigsberg und Mont Louys

Im Jahre 1582 n. Chr. lebte niemand auf dem Dansenberg. Der Berg war mit Wald bedeckt, vor allem mit Kiefernwald, der damals nur sehr selten war. Der Kurfürst Johann Casimir, der sich in der Stadt Kaiserslautern eine Burg bauen gelassen hatte (heute gibt es davon nur noch den Casimirsaal), liebte es dort zu jagen. Er schrieb davon sogar in sein Tagebuch. Das Lied „Ein Jäger aus Kurpfalz“ beschreibt Johann Casimir bei der Jagd. Es ist noch heute bekannt.

Erst 50 Jahre nachdem Johann Casimir auf dem Dansenberg zur Jagd gegangen war, siedelten Menschen auf dem Dansenberg. Der Berg wurde damals Dooseberg genannt, denn „Doose“ ist ein altes Wort für „Nadelbaum“ oder „Kiefer“. Die Menschen, die auf dem Dooseberg siedelten, waren Flüchtlinge, die aus dem lothringischen Ort Lixheim (Frankreich) vertrieben worden waren. In Lixheim mussten alle Einwohner katholisch sein. Waren sie protestantisch, ließen sie sich entweder umtaufen oder suchten sich einen neuen Ort, wo sie leben konnten. Viele Menschen aus Lixheim kamen deshalb im Jahr 1632 n. Chr. auf den Dansenberg, da es hier erlaubt war, protestantisch zu sein. Die französischen Siedler nannten den Berg, auf dem sie künftig wohnen wollten, „Mont Louys“; das heißt auf Deutsch „Ludwigsberg“.

Nur wenige Jahre später, im Jahre 1635 wurde die kleine Siedlung jedoch gewaltsam zerstört. Es herrschte der 30-jährige Krieg (1618-1648). Feindliche Truppen stürmten die Stadt und die Einwohner mussten den Ort fluchtartig verlassen. Einige von ihnen fanden Zuflucht in einer Schlucht an den Nordhängen des Dansenbergs. Sie nahmen so viele Nahrungsmittel mit, wie sie tragen konnten. Darunter waren auch Hähne. Der Sage nach hätte das Krähen der Hähne den heranrückenden feindlichen Truppen das Versteck der Geflüchteten verraten. Die Feinde richteten ein fürchterliches Blutbad an, aus dem es kein Entrinnen gab. Noch heute erinnert das Stück Wald an dieser Stelle an die schreckliche Tat. Das Waldstück nennt sich „Jammerhalde“ und das angrenzende Gebiet heißt Hahnenbalz. Die Leute erzählen, in dem Wald höre man alle sieben Jahre ein großes Jammern. Die Wohnsiedlung auf dem „Mont Louys“  zerfiel und geriet in Vergessenheit.

 

 

3. Holzfäller in Dansenberg

Über 60 Jahre später, nämlich um das Jahr 1700 siedelten wieder Menschen in Dansenberg. Sie kamen aus verschiedenen Gegenden: Schweiz, Tirol, Lothringen und anderen französichen Gegenden. Seit dieser Zeit trägt der Ort auf dem Berg bei Kaiserslautern auch den Namen „Dansenberg“. Schon im Jahr 1703 war Dansenberg ein richtiges Dorf, in dem es auch einen Schulmeister (= Lehrer) gab. Man weiß das, weil man die Namen von Dansenberger Bürgern, die in diesem Jahr verstorben waren, in einem alten Kirchenbuch gefunden hat.

 

Viele der ersten Dansenberger Siedler waren Holzfäller. Sie fällten schwere Eichenstämme und brachten sie nach Kaiserslautern und weiter über die Flüsse Lauter, Glan und Nahe bis zum Rhein. Von dort wurden sie mit Schiffen nach Holland transportiert. Das Holz, das sie „Holländerholz“ nannten, wurde zum Schiffsbau verwendet. Einige Dansenberger verdienten ihr Geld mit dem Vogelfang und damit, Marmelade aus Vogelkirschen auf dem Markt in der Stadt zu verkaufen.

Aus dieser Zeit stammt sehr wahrscheinlich auch das Dansenberger Wappen (links): Es zeigt einen Kirschbaum, auf den von links ein roter Vogel zufliegt.

Dansenberg wurde immer größer. Im Jahre 1788 lebten bereits 75 Personen in dem kleinen Ort. Es gab 21 Familien, 16 Häuser und ein Schulhaus.

1894 wurde die protestantische Kirche eingeweiht.

 

 

4. Die letzten 100 Jahre

Viele Männer von Dansenberg mussten in den beiden Weltkriegen mitkämpfen: Sie zogen in den 1. Weltkrieg (1914 - 1918) oder in den 2. Weltkrieg (1939 - 1945), und einige von ihnen kamen nicht zurück. Die Frauen mussten sich alleine um ihre Kinder kümmern. Da die Männer nicht da waren, um zu arbeiten, herrschte während der Kriege große Armut.

Im 2. Weltkrieg stellten viele Dansenberger Häuser und Betten zur Verfügung für die Menschen, die aus der Stadt flüchteten.

Nach den Kriegen herrschte zunächst noch immer große Armut, doch langsam wurde es wieder besser. 1966 wurde mit dem Bau der katholischen Kirche begonnen, 1986 wurde der Fernsehturm, das heutige Wahrzeichen Dansenbergs, gebaut und im Sommer 1990 wurde die neue Grundschule fertig gestellt.

Ein besonders wichtiges Jahr in der Geschichte von Dansenberg ist das Jahr 1969. In diesem Jahr wurde Dansenberg zur Stadt Kaiserslautern eingemeindet. Das bedeutet, dass der Ort Dansenberg in diesem Jahr zu einem Stadtteil von Kaiserslautern wurde.  

Seitdem wird Dansenberg immer größer. Viele Leute wollen von der Stadt aufs Land ziehen und bauen deshalb in Dansenberg. Heute gibt es in dem kleinen Ortsteil von Kaiserslautern keinen Supermarkt mehr. Es gibt nur zwei Bäcker, einen Metzger, einen Blumenladen und einen Schleckermarkt. Außerdem bieten drei Friseure, eine Stadtsparkasse, ein Allgemeinmediziner, ein Zahnarzt, Rechtsanwälte, Steuerberater, Immobilienmakler, sowie verschiedene Handwerksfirmen ihre Dienstleistungen an. Dansenberg hat den Sportverein TUS 04 Kaiserslautern-Dansenberg e.V., den Männergesangverein 1963 Dansenberg e.V.,  die Wanderfreunde Gut-Fuss, die Fördervereine der Grundschule und des Sportvereins, den, Obst- und Gartenbauverein e.V., sowie Juntos e.V.. Daneben gibt es auch eine freiwillige Feuerwehr. 

 

 

5. Die Bevölkerungsentwicklung von Dansenberg seit 1705

Jahr

Einwohner

1705

25

1788

75

1836

299

1900

482

1950

743

1969

1469

1980

1885

1990

2664

2001

2877

2004

2869

2007

2745

 

Noch mehr Informationen zu Dansenberg findest du auf http://www.dansenberg.de/ !

  

 

 

 

 

Quellen:

   http://de.wikipedia.org/wiki/Dansenberg. 2008

   Obst und Gartenbauverein Dansenberg (Hrsg.): Vom Holzfällerdorf zum Stadtteil: 100 Jahre Obst- und Gartenbauverein Dansenberg. 1997

   Stadtverwaltung Kaiserslautern, Referat Organisationsmanagement – Statistik und Wahlen (Hrsg.):Statistischer Jahresbericht 2005. 2006

 

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